CMD- und Kiefergelenksbehandlung

Die Praxis wurde in den 50er Jahren von Dr. Walter Schöttl in Erlangen (Nordbayern) gegründet, einem Pionier und Autor der Gnathologie. Gesichtsbögen, axiografische Vermessungen – da kommen wir her, denn die Kiefergelenke standen früher im Fokus der Behandlung der CMD (Cranio-Mandibulären Dysfunktion).

Rainer Schöttl brachte 1985 nicht nur seinen akademischen Grad aus den USA zurück (D.D.S. = Doctor of Dental Surgery), sondern auch neue Erkenntnisse zur CMD Therapie, nach denen die Kiefergelenke nicht länger als Fehlkonstruktion der Natur dastehen, sondern dann auffällig werden, wenn sie den (Fehl-) Belastungen nicht länger standhalten können. Das veränderte die CMD Behandlung, denn im Vordergrund standen nun nicht mehr Röntgenaufnahmen der Kiefergelenke oder Vermessungen von Bewegungen, die durch den Zahnarzt geführt wurden, sondern die Lösung von chronischen Verspannungen in  Kaumuskeln, wodurch Kiefergelenke entlastet werden.  

In der Entwicklung gestörte Bisse – und leider manchmal auch solche, die erst durch spätere Eingriffe ungünstig eingestellt wurden – fordern der Muskulatur andauernde Kompensationen ab, bis sie chronisch verspannt, keine Ruhephasen mehr findet und schließlich schmerzt. Dies geschieht durch Reflexe gesteuert und meist ist sich der Betroffene dessen nicht bewusst, sondern spürt lediglich irgendwann die Auswirkungen dieser chronischen Verspannungen. Man mag diese Schmerzen dort verspüren, wo die Verspannungen sitzen, oder auch dort, wo es zu Fehlbelastungen kommt, z. B. in Kiefergelenken oder Zähnen. Jedoch treten gerade im Kopf nicht selten auch sogenannte „übertragene“ Schmerzen (Fachbegriff „myofasziale Schmerzen“) auf und dann wird es kompliziert, denn die Quelle liegt jetzt nicht dort, wo es schmerzt.  Im Vordergrund unserer Bemühungen steht daher, den Grund für diese Verspannungen aufdecken. Dafür bedarf neuer Vorgehensweisen und oft auch der engen Kooperation mit anderen Fachleuten (z. B. dem Institut für Neuromuskuläre Therapie im gleichen Haus).

Manches Gerät mag bei der CMD Behandlung hilfreich sein, aber ein Gerät alleine ist nie die Lösung, denn egal, wie intensiv es auch manchmal beworben wird, es bleibt nur ein Werkzeug. „Digital“ klingt vielversprechend und  doch ist es keine Magie, denn Computer sind nur so schlau wie die Parameter, die Programmierer für sie schreiben. Nichts kann Wissen und Erfahrung ersetzen und keine Standardtherapie die Zeit zum Nachdenken. Jeder CMD-Patient bringt eine individuelle Mischung aus Belastungsfaktoren mit sich, die eines individuellen Ansatzes zur Lösung bedarf!

Unsere wichtigsten  Leistungen auf einen Blick:

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