CMD-Therapie

Die Therapie der CMD teilen wir in bestimmte Stufen ein:

  1. Testen der vermuteten Zusammenhänge bei der CMD
  2. Abstützen des Unterkiefers in einem ausgeglichenen Biss, meist mithilfe einer Schiene
  3. Stabilisierung
  4. Ausbehandlung.

Bei etlichen Patienten ist die Stufe 4 nicht notwendig, denn es genügt, wenn sie ihre Schiene nachts oder während Stressphasen tragen, um beschwerdefrei zu bleiben. Manchmal kann die Schiene nach einiger Zeit auch wieder abgesetzt werden. Hat sich der mit der Schiene eingestellte Biss bewährt, so kann dieser auf die eigenen Zähne übertragen werden. Im einfachsten Fall geschieht dies, indem man im Labor hergestellte Kauflächen auf die Zähne aufklebt. Manchmal ist auch die Erneuerung von Kronen, Brücken oder Zahnersatz indiziert und bei wieder anderen Fällen kooperieren wir mit Kieferorthopäden, die Zähne entsprechend bewegen.


Initiale Behandlung

Wir halten uns an den Leitspruch, der in der Medizin schon seit der Antike gilt:

Primum nihil nocere!

Der Arzt soll zuallererst sicherstellen, dass er beim Versuch, seinem Patienten zu helfen, keinen weiteren Schaden stiftet! Leider zeigen Patientengeschichten immer wieder, dass dieser Grundsatz nicht in jedem Fall Beachtung findet und im festen Glauben an unbewiesene Thesen Dinge verändert werden, möglicherweise auch irreversibel, durch die ein CMD-Patient erst vom Regen in die Traufe geraten ist!

Schienen

aufbiss-schiene

Das Mittel der Wahl für die Behandlung der CMD ist sicherlich die „Schiene“. Es ist dies ein schlechter Begriff, denn nur ganz selten gibt es tatsächlich etwas zu schienen, sondern meistens will man damit die Abstützung auf den Zähnen mit einem Stück Kunststoff ändern, das der Patient leicht selbst herausnehmen kann. …


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